Google will ein eigenes OpenClaw. Intern heißt das Projekt Remy.
Laut geleakten internen Dokumenten ist Remy ein persönlicher AI Agent auf Basis von Gemini, der weit über das Beantworten von Fragen hinausgeht. Googles eigene Beschreibung bringt es auf den Punkt: "It elevates the Gemini app into a true assistant that can take actions on your behalf."
Der entscheidende Teil? Nicht antworten. Handeln.
Was Remy konkret kann
Remy verbindet sich mit Gmail, Calendar, Docs, Drive, Keep, Tasks, GitHub, WhatsApp, Spotify, YouTube Music, Google Photos, Google Home und Android-Utilities. Es kann Einkäufe tätigen, Nachrichten versenden und Dokumente in deinem Namen teilen. Es überwacht Dinge, die dir wichtig sind, erledigt Aufgaben proaktiv und lernt deine Präferenzen über die Zeit.
Google-Mitarbeiter testen es intern bereits. Ein Sprecher wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.
Warum das für OpenClaw-Nutzer relevant ist
Jason Calacanis hat es wahrscheinlich am besten formuliert: "Killing OpenClaw is the number one goal in the large language model space." Jensen Huang nannte es "definitely the next ChatGPT." Und jetzt bauen Google, Anthropic, Microsoft und Meta ihre eigenen Versionen.
Anthropic hat Orbit. Microsoft hat Copilot Cowork plus ein "Ocean 11"-Team, das OpenClaw-inspirierte Features entwickelt. Meta arbeitet an Hatch, mit internen Tests bis Ende Juni.
Aber keiner von denen bietet eines an: die Freiheit zu wählen.
Remy sperrt dich in Googles Ökosystem ein. Deine Daten laufen über Google. Dein Agent läuft auf Googles Servern. Deine Optionen sind das, was Google dir erlaubt.
OpenClaw ist das Gegenteil. Open-Source. Provider-agnostisch. Self-hostbar. Funktioniert mit jeder Messaging-Plattform, jedem LLM-Provider. Peter Steinberger hat es bewusst so gebaut, bevor er im Februar zu OpenAI wechselte.
Google I/O und was als Nächstes kommt
Google I/O findet am 19. und 20. Mai im Shoreline Amphitheatre statt. Remy wird breit als Highlight-Ankündigung erwartet, besonders nachdem Project Mariner am 4. Mai eingestellt wurde und dessen Browser-Agent-Technologie in Gemini Agent integriert wurde.
Das AI-Agent-Rennen ist real. Jedes große Tech-Unternehmen baut einen.
Die Frage ist, ob du deinen persönlichen Agent von einem Konzern kontrollieren lassen willst. Oder ob du ihn auf deiner eigenen Infrastruktur betreibst, das Modell selbst wählst, die Daten besitzt und den Provider wechseln kannst, wann immer du willst.
Keine schwere Entscheidung. Zumindest nicht für uns.