OpenClaw v2026.3.7 ist am 8. März erschienen. 89 Commits, über 200 Bug Fixes, und drei Features, die die Plattform grundlegend verändern. Hier die Details.
ContextEngine: Austauschbares Gedächtnis für AI Agents
Dieses Feature wurde seit einem halben Jahr gefordert. Bisher war die Context-Verwaltung von OpenClaw fest eingebaut. Wie ein Agent entscheidet, was er sich merkt und was verworfen wird, konnte nicht angepasst werden.
Das ist vorbei. Die neue ContextEngine stellt 7 Lifecycle Hooks bereit (bootstrap, ingest, assemble, compact, afterTurn, prepareSubagentSpawn, onSubagentEnded), über die Plugins die komplette Memory-Pipeline steuern können. Die technische Analyse von Epsilla beschreibt das als Wechsel von einer monolithischen Architektur zu einem Plugin-fähigen Plattformmodell.
Das erste Plugin auf Basis der neuen Schnittstelle ist lossless-claw von Martian Engineering. Statt der bisherigen Sliding-Window-Methode (alte Nachrichten werden gelöscht) speichert lossless-claw jede Nachricht in SQLite über ein DAG-basiertes Zusammenfassungssystem. Nichts geht verloren. Agents können in der komprimierten History suchen und Details wiederherstellen.
Wer kein Plugin installiert, bekommt automatisch die LegacyContextEngine. Die verhält sich exakt wie vorher. Kein Risiko beim Update.
GPT-5.4 und Gemini 3.1 Flash-Lite als neue Standards
Die Default-Model-Aliases wurden aktualisiert. Der gpt-Alias zeigt jetzt auf GPT-5.4 (1,05 Millionen Token Kontextfenster, 33 % weniger Halluzinationen im Vergleich zu GPT-5.2). Der gemini-Alias zeigt auf Gemini 3.1 Flash-Lite, das 2,5x schneller bis zum ersten Token arbeitet bei $0,25 pro Million Input Tokens. Wer seine Token-Kosten im Blick behalten will, sollte Flash-Lite prüfen.
Wichtig: Der bisherige Gemini-Default verwies auf eine Model-ID, die Google am 9. März deprecated hat. Die Umstellung war also teilweise ein Bug Fix.
Wer in der Config eine spezifische Model-Version angegeben hat, merkt keinen Unterschied. Die Alias-Änderung betrifft nur Nutzer auf den Standardeinstellungen.
Persistent Channel Bindings
Vor 3.7 wurden bei jedem Neustart einer OpenClaw-Instanz alle Discord-Channel- und Telegram-Topic-Bindings gelöscht. Agents mussten nach jedem Restart, Update oder Crash manuell neu zugewiesen werden. Für produktive Agent-Setups war das ein echtes Problem.
Bindings überleben jetzt Neustarts. Ein Agent, der einem Discord-Channel zugewiesen ist, bleibt das auch nach Updates, Abstürzen und Wartungsfenstern.
Breaking Change: Gateway Auth
Wenn sowohl gateway.auth.token als auch gateway.auth.password konfiguriert sind (auch über SecretRefs), muss jetzt explizit gateway.auth.mode: token|password gesetzt werden. Ohne diese Angabe startet die Instanz nicht. Wer selbst hostet, sollte auch unseren Security-Hardening-Guide prüfen.
ClawHosters-Nutzer: Haben wir bereits erledigt. Alle Managed Instances wurden automatisch auf v2026.3.7 aktualisiert, inklusive Auth-Mode-Migration. Du musst nichts tun.
Weitere Fixes
Slim Docker Builds (OPENCLAW_VARIANT=slim), SecretRef-Unterstützung für Gateway-Auth-Tokens, ein Ollama-Fix, der verhindert, dass Reasoning-Tokens in den Output leaken, und eine spanische Locale-Ergänzung runden das Release ab. Die vollständige Liste gibt es in den Release Notes auf GitHub.
Wenn du OpenClaw selbst hostest und dir das manuelle Upgrade-Management sparen willst, schau dir unser Managed Hosting an. Updates landen automatisch, Breaking Changes werden vorher behandelt, und du kannst dich auf deine Agents konzentrieren statt auf Infrastruktur.