Fünf Euro im Monat für einen VPS bei Hetzner. Docker installieren, OpenClaw draufpacken, fertig. Klingt nach einem guten Deal, oder?
Das hab ich auch gedacht. Drei Wochen später saß ich um 23:30 Uhr im Terminal, weil ein Kernel-Update Docker zerschossen hatte und mein OpenClaw-Agent offline war. Die 5 Euro für den Server? Die waren das kleinste Problem. Der eigentliche Kostenpunkt: Die 12 Stunden meines Lebens, die ich in die Wartung gesteckt hatte.
In diesem OpenClaw Hosting Vergleich rechne ich dir vor, was selbst hosten wirklich kostet. Nicht nur den Server. Sondern auch die 8 bis 12 Stunden pro Monat, die du in Wartung, Updates und Troubleshooting steckst. Und dann schauen wir, ob Managed Hosting bei ClawHosters für 19 Euro im Monat vielleicht doch der bessere Deal ist.
Spoiler: Für circa 80% aller Nutzer ist es das. Aber nicht für alle. Und genau das macht diesen Vergleich ehrlich.
Was ist OpenClaw? Der KI-Assistent für Selbst-Hosting oder Managed Hosting
OpenClaw ist ein Open-Source-Framework für KI-Agenten. Stell dir das wie einen persönlichen Assistenten vor, der im Browser arbeiten kann, Dateien verwaltet, Code ausführt und über Telegram, WhatsApp oder Discord mit dir kommuniziert. Du bringst deinen eigenen LLM-API-Key mit (Anthropic, OpenAI, was auch immer), und OpenClaw wird zum Interface.
Das Projekt ist Open Source, also kannst du es auf deinem eigenen Server installieren. Docker-Image runterladen, konfigurieren, starten. Theoretisch.
Praktisch sieht die Sache beim OpenClaw selbst hosten anders aus.
Wenn du LLM-basierte Workflows aufsetzen willst, ist OpenClaw eine starke Option. Es verbindet deinen API-Key mit Messaging-Plattformen und Browser-Automatisierung. Aber die Frage bleibt: Wie hostest du das Ding?
Self-Hosting: Was du wirklich brauchst
Ich habe ClawHosters gebaut, weil ich die Infrastruktur kenne. Ich habe den ganzen Stack selbst aufgesetzt: Docker, Nginx, SSL-Zertifikate, Firewall-Regeln, fail2ban, automatische Updates, Health-Checks, Monitoring. Das hat funktioniert. Aber ich bin auch seit über 10 Jahren Entwickler.
Wenn du OpenClaw selbst hosten willst, brauchst du Erfahrung in diesen Bereichen:
Linux-Administration: SSH-Keys, Benutzerrechte, systemd-Services. Klingt trocken? Ist es auch. Aber wenn dein Docker-Container beim Neustart nicht hochkommt, weil die systemd-Unit falsch konfiguriert ist, stehst du ohne diese Grundlagen dumm da.
Docker und Docker Compose: Nicht "ich habe mal ein Tutorial gemacht". Sondern "ich verstehe Volumes, Networks, Container-Isolation und kann ein Dockerfile debuggen".
Nginx als Reverse Proxy: Weil OpenClaw intern auf Port 18789 läuft und du SSL-Terminierung brauchst. Und nein, Apache ist keine gute Alternative hier.
SSL-Zertifikate: Let's Encrypt mit Certbot oder Cloudflare Origin Certs. Und du musst wissen, was zu tun ist, wenn die Auto-Renewal fehlschlägt.
Firewall-Konfiguration: iptables oder ufw. Ich habe ClawHosters VPS mit iptables abgesichert. 37 Regeln, die genau definieren, was rein und raus darf. Das macht man nicht nebenbei.
DNS-Management: A-Records, CNAME, TTL-Zeiten. Klingt trivial, bis du 45 Minuten wartest, weil du vergessen hast, dass dein DNS-Eintrag eine TTL von 3600 hat.
Backup-Strategien: Nicht "ich mache ab und zu ein Backup". Sondern automatisierte, getestete Backups mit Recovery-Plan.
Security-Hardening: fail2ban gegen Brute-Force, Kernel-Updates ohne Downtime, Container-Security (no root in production, read-only filesystems wo möglich).
Acht verschiedene Disziplinen. Wenn du in allen davon fit bist: Respekt. Wenn dir bei der Hälfte schwindelig wird, lies weiter.
Der Setup-Prozess: OpenClaw Installation von Grund auf
Ich habe den Prozess dokumentiert. Von einem frischen Hetzner VPS bis zum laufenden OpenClaw mit SSL und allen Sicherheitsmaßnahmen sind es grob 27 Schritte. Server bestellen, OS konfigurieren, Docker installieren, Image pullen, Compose-Datei schreiben, Nginx aufsetzen, SSL einrichten, Firewall konfigurieren, fail2ban installieren, OpenClaw konfigurieren, Plugins aktivieren, Health-Checks einrichten.
Zeitaufwand für die OpenClaw Installation beim ersten Mal? Zwischen 4 und 12 Stunden, je nach Erfahrung. Wenn du zum ersten Mal einen Linux-Server absicherst, eher 12. Wenn du das regelmäßig machst, eher 4. Wenn du OpenClaw einrichten willst ohne DevOps-Kenntnisse, rechne mit 12+ Stunden.
Das ist nur der Setup. Die laufende Wartung kommt danach.
Managed Hosting: Was du bekommst
Bei Managed Hosting wie ClawHosters sieht der Prozess so aus:
- Account erstellen
- Tier wählen (Budget, Balanced oder Pro)
- LLM-Key eingeben
- Messenger verbinden
Dauer: 47 Sekunden, wenn du dich beeilst. Kein Terminal, kein SSH, kein "warum funktioniert Nginx plötzlich nicht mehr". Der Server läuft auf Hetzner-Infrastruktur in Deutschland, DSGVO-konform, mit automatischen Updates und Security-Patching.
Das klingt nach einer Werbeanzeige, ich weiß. Aber ehrlich: Das ist der Unterschied zwischen Managed und Self-Hosted. Die eine Variante kostet dich eine Minute. Die andere kostet dich einen Abend.
OpenClaw selbst hosten vs. Managed: Die echte Rechnung (Total Cost of Ownership)
Die meisten Vergleiche hören beim Serverpreis auf. Das ist ungefähr so, als würdest du beim Autokauf nur das Benzin kalkulieren und die Versicherung, Wartung und Reparaturen ignorieren.
Laut einer Analyse von WP Engine machen die versteckten Kosten 60 bis 70% der Gesamtkosten beim Self-Hosting aus. Der Server selbst ist der kleinste Posten.
Self-Hosting: Die volle Wahrheit über VPS-Kosten und versteckte Ausgaben
Wenn du OpenClaw selbst hosten willst, musst du die versteckten Kosten kennen. Die meisten Vergleiche zeigen nur den VPS-Preis – aber das ist nur ein Bruchteil der echten Hosting-Kosten beim Self-Hosting.
| Posten | Kosten pro Monat |
|---|---|
| Hetzner CX22 VPS | 5,39 Euro |
| Domain und DNS | ca. 1 Euro (anteilig) |
| Deine Zeit: 8 Stunden Wartung | 0 Euro auf dem Papier |
| Gesamt auf dem Papier | ca. 6,40 Euro |
Sieht günstig aus. Aber was passiert, wenn wir deine Zeit einrechnen?
DevOps-Engineers kosten laut Glassdoor im Schnitt 55 bis 65 Euro pro Stunde. Selbst wenn du dich bei 30 Euro die Stunde ansetzt (Freelancer-Einstiegslevel), sieht die Rechnung anders aus:
| Posten | Kosten pro Monat |
|---|---|
| VPS + DNS | 6,40 Euro |
| 8 Stunden Wartung x 30 Euro | 240 Euro |
| Reale Gesamtkosten | 246,40 Euro |
"Aber meine Zeit ist ja kostenlos, ich mache das in meiner Freizeit."
Ist sie das? Jede Stunde, die du in Docker-Troubleshooting steckst, ist eine Stunde, die du nicht in dein Produkt, deine Kunden oder einfach in Freizeit investierst. GCore hat berechnet, dass selbst verwaltete Infrastruktur im Schnitt dreimal so teuer ist wie Managed-Lösungen, wenn man alle Kosten einbezieht.
Der Wartungsaufwand beim OpenClaw selbst hosten ist real. Updates, Security-Patches, Docker-Probleme, Nginx-Konfiguration die plötzlich nicht mehr funktioniert. Das addiert sich.
Managed Hosting bei ClawHosters: Die Gegenrechnung
Im Vergleich zum selbst gehosteten OpenClaw zeigt sich: Managed Hosting rechnet sich ab Tag 1.
| Tier | Kosten pro Monat | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Budget | 19 Euro | 2 vCPU, 4 GB RAM, automatische Updates |
| Balanced | 35 Euro | 4 vCPU, 8 GB RAM, beste Preis-Leistung |
| Pro | 59 Euro | 8 vCPU, 16 GB RAM, für Poweruser |
Zeitaufwand für Wartung: Null Stunden.
Ich will hier nicht so tun, als wäre die Entscheidung immer eindeutig. Wenn du ein Entwickler bist, der sowieso Server verwaltet, sind die 8 Stunden pro Monat vielleicht schon in deinem Arbeitsalltag eingebaut. Dann ist der Vergleich anders.
Aber für die meisten Menschen, die einfach einen KI-Assistenten wollen, der funktioniert? Da rechnet sich Managed Hosting ab Tag 1.
Sicherheit beim OpenClaw Hosting: Selbst gehostet ist nicht automatisch sicherer
Viele glauben, dass OpenClaw selbst hosten automatisch sicherer ist als Managed Hosting. Das ist ein Mythos. Und zwar ein gefährlicher.
McKinsey warnt explizit davor, dass KI-Agenten nicht wie normale Webanwendungen zu behandeln sind. Sie haben autonome Fähigkeiten, persistenten Speicher und Zugriff auf externe Systeme. Das bedeutet: Die Sicherheitsanforderungen sind höher als bei einem WordPress-Blog.
AWS empfiehlt, KI-Agenten-Infrastruktur mit derselben Sorgfalt zu behandeln wie kundenseitige Produktionssysteme. Und ein Cybersecurity-Professor der Northeastern University hat OpenClaw sogar als "Privacy Nightmare" bezeichnet, weil der Agent auf sensible Daten zugreift.
Managed-Hosting-Anbieter haben dedizierte Security-Teams. Die patchen Container-Vulnerabilities, überwachen Kernel-Updates und reagieren auf neue Bedrohungen. Wenn du das alles selbst machst, weil du es kannst und willst, ist Self-Hosting genauso sicher. Wenn nicht, ist es deutlich unsicherer.
Dazu kommt: ClawHosters hostet auf Hetzner-Servern in Deutschland. Deine Daten verlassen nie deutsches Hoheitsgebiet. Das ist relevant, weil der EU AI Act ab August 2026 neue Pflichten für KI-Systeme einführt. Mit deutschem Hosting bist du auf der sicheren Seite.
Managed-Hosting-Anbieter im OpenClaw Hosting Vergleich
ClawHosters ist nicht der einzige Managed-Hosting-Anbieter für OpenClaw. Es gibt drei weitere Optionen am Markt, und ich habe sie mir alle angesehen:
| Anbieter | Preis/Monat | vCPU | RAM | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| ClawHosters | ab 19 Euro | 2 bis 8 | 4 bis 16 GB | 3 Tiers, deutsche Server, unter 1 Min. Deployment |
| OpenClawd.bot | ab 69 Euro | 4 bis 16 | 8 bis 32 GB | Enterprise-Fokus, hohe Specs |
| ClawdHost | 25 Euro (flat) | k.A. | k.A. | Ein Tier, keine Spec-Transparenz |
| Clowdbot | Pay-per-Use | 2 | 2 GB | Günstigster Einstieg, schwache Specs |
Ich betreibe ClawHosters, also bin ich hier natürlich nicht neutral. Aber die Zahlen sprechen für sich: Wir sind 73% günstiger als OpenClawd.bot beim Einstieg, bieten transparente Specs (Hetzner CX-Pläne, die du nachschauen kannst), und haben drei Tiers statt einer Einheitslösung.
OpenClawd.bot ist eine gute Option, wenn du Enterprise-Level-Specs brauchst und das Budget hast. ClawdHost gibt keine Specs an, was mich persönlich stutzig macht. Und Clowdbot ist interessant zum Experimentieren, aber mit 2 GB RAM für Produktion eher knapp.
Wann OpenClaw selbst hosten Sinn macht
Ich will hier fair bleiben. Es gibt gute Gründe für Self-Hosting:
Du bist DevOps-Profi: Du verwaltest sowieso Server, Docker ist dein Werkzeug, und die 8 Stunden Wartung im Monat sind für dich wie Zähneputzen. Dann spar dir die 19 Euro.
Du willst lernen: OpenClaw selbst aufzusetzen ist ein hervorragendes Lernprojekt. Du lernst Docker, Nginx, Security-Hardening. Das hat einen realen Bildungswert.
Du hast spezifische Compliance-Anforderungen: Wenn du in einer Branche arbeitest, wo nur On-Premise-Hosting erlaubt ist, hast du keine Wahl.
Du brauchst volle Kontrolle über jeden Parameter: Manche Konfigurationen gehen nur mit Root-Zugang. Wobei ClawHosters auch SSH-Zugang bietet.
Für diese Zielgruppe macht OpenClaw selbst hosten absolut Sinn. Wenn du die Skills hast und die Zeit investieren willst, ist Self-Hosting eine solide Option.
Wann Managed Hosting die bessere Wahl ist
Du willst Ergebnisse, keine Infrastruktur-Arbeit: Laut einem Bericht von ThirstySprout entscheiden sich 71% aller Tech-Teams für fertige SaaS-Lösungen, weil sie schneller zu Ergebnissen kommen.
Deine Zeit ist begrenzt: Wenn 8 Stunden pro Monat für Server-Wartung 8 Stunden weniger für dein Business bedeuten, ist die Rechnung klar.
Du bist kein Server-Admin: Kein Vorwurf. Die meisten Menschen sind es nicht. Und es gibt keinen guten Grund, es zu werden, nur um einen KI-Assistenten zu betreiben.
Du willst dich auf dein Kernprodukt konzentrieren: Wie Gitpod nach drei Jahren Self-Hosting festgestellt hat: Selbst verwaltete Plattformen werden "weniger effektiv und teurer". Und das war ein Unternehmen voller Entwickler.
Wenn du dich auf dein Kernprodukt konzentrieren willst statt auf Server-Wartung, ist die Automatisierung deiner Infrastruktur oft die bessere Wahl. Managed Hosting ist genau das: Automatisierung, für die du nicht selbst coden musst.
Migration: Du musst dich nicht sofort entscheiden
Falls du dich fragst, ob du zwischen OpenClaw selbst hosten und Managed Hosting wechseln kannst: Ja, jederzeit. Wenn du mit Self-Hosting startest und merkst, dass dir die Wartung über den Kopf wächst, bietet ClawHosters eine Migration an. Andersherum funktioniert es genauso. OpenClaw ist Open Source, deine Daten gehören dir.
Die Entscheidung ist nicht permanent. Aber jeder Monat mit unnötigem Wartungsaufwand ist ein Monat, den du nicht zurückbekommst.
Troubleshooting: Häufige Probleme beim OpenClaw Self-Hosting
Wenn du dich für OpenClaw selbst hosten entscheidest, sind das die häufigsten Stolpersteine:
Docker Container startet nicht nach Neuboot: Deine systemd-Unit ist falsch konfiguriert. systemctl enable docker und restart: unless-stopped in deiner Compose-Datei lösen das.
Nginx zeigt 502 Bad Gateway: Der OpenClaw-Container läuft nicht, oder deine proxy_pass-Konfiguration zeigt auf den falschen Port. OpenClaw läuft standardmäßig auf Port 18789.
SSL-Zertifikate erneuern sich nicht automatisch: Certbot-Cronjob läuft nicht, oder die Nginx-Konfiguration verhindert die HTTP-Challenge. Check /var/log/letsencrypt/.
Firewall blockiert alles: Du hast vergessen, die Ports freizugeben. ufw allow 80/tcp, ufw allow 443/tcp, ufw allow 22/tcp sind das Minimum.
Container hat keinen Internet-Zugang: Docker-Netzwerk falsch konfiguriert. docker network inspect bridge zeigt dir, was schiefläuft.
Diese Probleme sind alle lösbar. Aber sie kosten Zeit. Zeit, die du in dein Produkt stecken könntest statt in Infrastruktur.
OpenClaw selbst hosten oder Managed? Die Hosting-Entscheidung
Für 80% der Leute, die diesen Artikel lesen, ist Managed Hosting die bessere Wahl. Nicht weil Self-Hosting schlecht ist. Sondern weil deine Zeit mehr wert ist als 19 Euro im Monat.
Wenn du DevOps-Profi bist: Mach's selbst. Wenn du lernen willst: Mach's selbst. Wenn du spezifische Compliance-Anforderungen hast: Mach's selbst.
Für alle anderen: Spar dir die 12 Stunden Setup und die 8 Stunden monatliche Wartung. Nimm Managed Hosting. Fokussier dich auf das, was wirklich wichtig ist.
Du bist unsicher, welche Lösung für dich passt? Schreib mir. Ich helfe dir bei der Entscheidung. Ehrlich, ohne Verkaufsdruck.