249,99 Dollar pro Monat. So viel zahlten Google AI Ultra-Abonnenten, als Google ihren Antigravity-Zugang ohne Vorwarnung gekappt hat. Keine E-Mail vorher. Keine Übergangsfrist. Manche Nutzer wurden wenige Tage vor der Sperre noch belastet. Geld zurück? Fehlanzeige.
Was ist passiert
Die Sperrwelle lief zwischen dem 9. und 14. Februar 2026. Google hat den Zugang zu Antigravity, Gemini CLI und der Cloud Code Private API gesperrt, wenn Nutzer OpenClaw (oder ähnliche Tools) per OAuth verbunden hatten. Die restlichen Google-Dienste blieben aktiv. Gmail, Drive, Workspace liefen normal weiter. Aber Antigravity war weg.
Zwei Wochen lang kam von Google nichts. Nutzer, die den Support kontaktierten, wurden zwischen Abteilungen hin und her geschickt. Erst am 23. Februar meldete sich Antigravity-Leiter Varun Mohan zu Wort und sprach von einer "massiven Zunahme bösartiger Nutzung", die den Service für andere Nutzer beeinträchtigt habe.
"Bösartig" ist ein harter Begriff für zahlende Kunden, die ein Produkt innerhalb der angegebenen Limits nutzen. Googles eigene Nutzungsbedingungen haben OAuth-Wrapper von Drittanbietern nicht ausdrücklich verboten.
Drei Unternehmen, drei Reaktionen
Der Vergleich ist aufschlussreich.
Google hat Nutzer gesperrt, Zugang entzogen, nichts erstattet.
Anthropic hat OpenClaw-Erfinder Peter Steinberger direkt kontaktiert, die Nutzungsbedingungen aktualisiert und Änderungen vor dem Handeln kommuniziert.
OpenAI hat Steinberger am 15. Februar eingestellt. In derselben Woche wie die Sperrwelle. OpenClaw-Nutzung ist dort ausdrücklich erlaubt.
Steinbergers Reaktion auf Google? Er nannte das Vorgehen "ziemlich drakonisch" und kündigte an, den Antigravity-Support aus OpenClaw komplett zu entfernen. Sein Kommentar zum Unterschied: "Selbst Anthropic schreibt mich an und ist freundlich bei Problemen. Google? Sperrt einfach."
Der Hacker News Thread zog Hunderte von Kommentaren an. Die Frage: Haben die Nutzer Preisarbitrage betrieben, oder haben sie einfach genutzt, wofür sie bezahlt haben?
Warum OAuth dieses Problem erzeugt hat
Die Ursache ist strukturell. OAuth leitet Anfragen über Googles eigene Infrastruktur, und zwar zum Flatrate-Preis des Abos. Wenn Tausende automatisierte OpenClaw-Sessions dieses Backend treffen, explodieren die Compute-Kosten weit über das hinaus, was das 249,99-Dollar-Preismodell abdecken sollte.
Direkte API-Keys funktionieren anders. Wie Angry Sysops analysiert hat, wird bei BYOK (Bring Your Own Key) pro Token abgerechnet. Die Nutzung ist transparent, messbar und von jedem großen Anbieter ausdrücklich erlaubt.
Wer OpenClaw auf ClawHosters betreibt, bringt eigene API-Keys für Anthropic, OpenAI, Google oder andere Anbieter mit. Das ist BYOK by Design. Kein OAuth-Proxying, keine Abo-Arbitrage, keine Grauzone bei den Nutzungsbedingungen.