AMD steigt in den OpenClaw-Hardwaremarkt ein: RyzenClaw und RadeonClaw
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AMD steigt in den OpenClaw-Hardwaremarkt ein: RyzenClaw und RadeonClaw

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ClawHosters von Daniel Samer
4 Min. Lesezeit

Ein Chiphersteller hat gerade eine Produktkategorie für KI-Agenten erfunden. Das gab es vorher nicht.

Am 13. März hat AMD einen offiziellen Guide veröffentlicht, wie man OpenClaw lokal auf AMD-Hardware betreibt. Zwei gebrandete Konfigurationen. Eigene Produktseiten. Das volle Programm.

RyzenClaw vs RadeonClaw

Hier die konkreten Specs.

Spec RyzenClaw RadeonClaw
Hardware Ryzen AI Max+ (APU) Radeon AI PRO R9700 (GPU)
Arbeitsspeicher 128GB Unified Memory Dedizierter VRAM
Geschwindigkeit (Qwen 3.5 35B) ~45 Tokens/Sek. ~120 Tokens/Sek.
Kontextfenster 260K Tokens Standard
Gleichzeitige Agenten Bis zu 6 Nicht spezifiziert
10K Input-Tokens ~9,3 Sek. ~4,4 Sek.
Einsatzgebiet Agent Swarms, langer Kontext Rohe Geschwindigkeit

Die RyzenClaw-Konfiguration ist wahrscheinlich die spannendere Variante. 128GB Unified Memory bedeutet: Du kannst größere Modelle ohne separate GPU betreiben. AMD empfiehlt, etwa 96GB für variable Grafiknutzung zu reservieren. Sechs gleichzeitige Agenten auf einem einzelnen Chip. Das macht Agent-Swarm-Setups auf einem Desktop realistisch.

RadeonClaw setzt auf Geschwindigkeit. 120 Tokens pro Sekunde mit Qwen 3.5 35B. 10.000 Input-Tokens in 4,4 Sekunden. Das reicht für produktionsnahe Workloads von einer einzigen GPU.

AMD vs NVIDIA: Der Hardwarekrieg ist da

Das hier ist AMDs direkte Antwort auf NVIDIAs DGX Spark. Beide Unternehmen haben jetzt gebrandete OpenClaw-Hardware mit eigenen Marketingseiten. AMD nennt sie "Agent Computers", was ehrlich gesagt der bessere Name ist.

Der Wettlauf um lokale KI-Agent-Hardware ist nicht mehr theoretisch. Die zwei größten Chiphersteller der Welt konkurrieren direkt darum.

Und es gibt eine dritte Option, die AMD gleichzeitig angekündigt hat. Die AMD Developer Cloud bietet kostenlose vLLM-basierte OpenClaw-Inferenz auf AMD-Cloud-Infrastruktur. Kein Hardwarekauf nötig. Das ist offensichtlich der Einstieg, um Entwickler auf AMD-Silizium zu bekommen, bevor sie sich zum Kauf entscheiden.

Was das bedeutet, wenn du einfach einen laufenden Agenten willst

Lokale Hardware klingt gut. Aber "klingt gut" hat Haken.

Ein Ryzen AI Max+ Prozessor kostet über 2.000 Dollar. Du brauchst noch einen Rechner drumherum. Der zieht 24/7 Strom, wenn dein Agent immer erreichbar sein soll. Er schläft, wenn dein PC schläft. Und wenn etwas kaputtgeht, bist du die IT-Abteilung.

Genau diese Lücke füllt Managed Hosting. Deine OpenClaw-Instanz läuft auf Hetzner-Servern in Deutschland. Immer an. Auto-Updates und Backups inklusive. Kein 2.000-Dollar-Prozessorkauf. Keine Stromkostenüberraschung. Wenn du die echten Kosten vergleichen willst: Wir haben einen detaillierten Vergleich von Self-Hosting vs Managed Hosting gemacht.

Der AMD-vs-NVIDIA-Hardwarekrieg beweist eines ganz klar: Lokale KI-Agenten werden Mainstream. Wie du deinen betreibst, ist eine andere Frage.

Häufig gestellte Fragen

RyzenClaw ist AMDs gebrandete OpenClaw-Konfiguration für den Ryzen AI Max+ Prozessor. Sie nutzt 128GB Unified Memory, liefert etwa 45 Tokens pro Sekunde mit Qwen 3.5 35B und unterstützt bis zu sechs gleichzeitige Agenten. AMD hat den Setup-Guide am 13. März 2026 veröffentlicht.

RadeonClaw (Radeon AI PRO R9700) schafft etwa 120 Tokens pro Sekunde mit dem gleichen Modell. Fast dreimal schneller als RyzenClaw mit 45 Tokens pro Sekunde. 10.000 Input-Tokens verarbeitet sie in circa 4,4 Sekunden.

Nein. OpenClaw läuft auf jeder Hardware, die die Anforderungen erfüllt. AMD, NVIDIA, sogar reine CPU-Setups funktionieren. Du kannst Hardware auch komplett überspringen mit Managed Hosting wie ClawHosters oder der kostenlosen AMD Developer Cloud.

Beide bieten gebrandete Konfigurationen für lokales OpenClaw. NVIDIA hat DGX Spark und RTX-GPUs. AMD kontert mit RyzenClaw (APU) und RadeonClaw (GPU). Der entscheidende Unterschied: AMD bietet zusätzlich kostenlosen Cloud-Zugang für Entwickler. NVIDIA nicht.

Quellen

  1. 1 AMD einen offiziellen Guide veröffentlicht
  2. 2 AMD nennt sie "Agent Computers"
  3. 3 AMD Developer Cloud
  4. 4 Managed Hosting
  5. 5 Vergleich von Self-Hosting vs Managed Hosting